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Herzlich Willkommen in der Pfarrei Alftal, Maria vom Berge Karmel

Aus der Pfarreiengemeinschaft wurde die Pfarrei Alftal

Pfarrbüro

Seit dem 1. Januar 2022 ist aus der Pfarreiengemeinschaft Alftal die „Pfarrei Alftal, Maria vom Berge Karmel“ geworden. Die bisher vier selbständigen Pfarreien haben zu einer Pfarrei fusioniert.

Zur Sommersonnenwende feiert die Kirche das Hochfest des Heiligen Johannes des Täufers, jeweils am 24. Juni.

Hier ein paar Gedanken zu diesem großen Propheten an der Wende vom alten zum neuen Bund, zur Zeit vor Christi Geburt und zu Beginn der Zeit mit Christi Geburt.

Die Größe und Bedeutung des heiligen Johannes des Täufers wird in der Kirche dadurch unterstrichen, dass auch sein Geburtstag gefeiert wird. Damit ist er auf die gleiche Ebene von Jesus und seiner Mutter Maria gestellt. Denn nur diese drei Geburtsfeste feiert die Kirche im Laufe des Kirchenjahres. Die Gedenktage der anderen Seligen und Heiligen sind jeweils deren Todestage.

Johannes war ein Mensch, der die Lage der damaligen Welt genau einschätzen konnte. Er sah auf das Treiben der Menschen, auf ihre Pläne und ihre Hoffnungen. Und er rief allen sein deutliches „Halt!“ zu, damit sie nicht wie Blinde auf den Abgrund zulaufen und abstürzen. „Kehrt um!“ So ruft er den Menschen seiner Zeit zu. „Beginnt damit aber schon bei euren Gedanken! So geht es nicht weiter“! So wird der Täufer hart und unerbittlich, unbeugsam und kompromisslos dargestellt. Und so ist er wohl auch gewesen. Aber auf seinem Leben ruht auch eine seltsame Dramatik, die vielen Menschen heute auch nicht unbekannt ist. Johannes weiß, wie die Menschen heute nicht denken, wie sie nicht handeln und wie sie nicht leben sollen. Auch wir mögen oft genug erkennen: Mit dauernden Kompromissen, mit Angleichung an das, was Man(n), was Frau, was alle so tun, kann es nicht weitergehen; wie oft klagen Menschen über die Politik aus der Einsicht, dass sie Verderbliches bringen kann; wie viele Menschen wissen, was sie nicht tun sollten, weil es nicht weiterführt. Dann aber kommt die große Frage: Wie sollen wir nun denken, handeln, leben? Wer kann uns das sagen? „Kehrt um!“ – das ist leicht gesagt. Aber hat nicht jede Richtung ihre Schwierigkeiten? Das ist auch bei Johannes nicht anders. Auch er hat kein Rezept.

Aber ihm wird die Antwort geschenkt, weil er ein Hörender gewesen ist. Und er nimmt die Antwort an. Darum ist er groß zu preisen. Er zeigt, sichtbar für die Menschen, die Antwort, indem er sagt: „Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Er zeigt auf Jesus, der nicht nur sagen kann: „Kehrt um!“, sondern auch „Ich bin der Weg“, „folge mir nach!“

Wie viele Menschen mahnen und drängen auch in unserer Zeit aus Verantwortung: So geht es nicht weiter; im privaten Leben machen sich die Menschen kaputt, im öffentlichen Leben machen sie die Schöpfung kaputt. Viele treten die Menschenwürde mit Füßen. Ausländer sind für Viele Feinde, nehmen uns alles weg, so die Meinung bestimmter Gruppen. Wie oft gehören wir zu denen, die über die heutigen Zustände klagen. Aber wissen wir wirklich eine gute Lösung? Wer nur immer das Schlechte sieht und feststellt, muss die Menschen zu Pessimisten und zu Schwarzsehern machen. Eine Zeitanklage ist also keine große Leistung und auch keine Lösung.

Die Leistung des Täufers Johannes lag darin, dass er auf die Lösung verwies; und die heißt Jesus Christus. Diese Sendung des Täufers muss in der Kirche lebendig bleiben. Wir dürfen und müssen die Zustände des Verhaltens der Menschen, der Gesellschaft und der Welt beim Namen nennen. Wir können sagen, was unser eigenes Leben belastet. Aber dabei dürfen wir – wie der Täufer auch – nicht stehen bleiben. Von vielen anderen Menschen können wir uns dadurch unterscheiden, dass wir nicht im Pessimismus hilflos verbittern. Uns ist der Weg, die lösende Antwort bekannt. Wir dürfen schauen das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt in all ihren Erscheinungsweisen hinwegnimmt. Als Christen fällt uns heute die Aufgabe des Täufers zu: Wir sollen auf die Antwort zeigen, auf Christus, unseren Herrn und Erlöser. Wie viele Menschen warten darauf. Er ist auch für unsere Zeit der Weg in das Leben. Ja, er ist unser Weg, auf IHM können wir sicher und zielgerichtet alle Tage unseres Lebens weitergehen. Möge der heilige Johannes der Täufer uns dabei Stütze, Halt und Fürsprecher sein. Amen.

P.Ludwig Eifler O.Carm. (Pfarrer)

Kontakt

Katholisches Pfarramt
Dorfstraße 23,

54538 Kinderbeuern
Tel. 06532/2727
Mail: pfarrei-alftal@t-online.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 09:00 - 12:00 Uhr